Lake Issyk-Kul – Kochkor – Kalmak Ashuu 3446m – Lake Sol- Kul – Dolon Ashuusu 3030m – Naryn

Lake Issyk-Kul (Balykchy) – Kochkor:

Es ist gutes Wetter und los geht’s Richtung Berge..

Kochkor – Son- Kul, 1. Versuch:

Ich war mir bei der Planung unsicher, ob man mit dem Velo via „Kyzart Pass“ zum Son- Kul fahren kann, deshalb die offene Stelle auf der „Geplanten Route“.

Die Leute hier im Reisebüro, welche Outdoor Aktivitäten organisieren, bestätigen, Ca. 40km nach dem „Kyzart Pass“ (siehe Endpunkt auf dem Strava-Bild) ginge eine Strasse links ab, welche einen schlechten Zustand hätte…!?

Nun, es war ein 1. Versuch. Erstens habe ich keine Lust alle Reserve- Schläuche bereits jetzt zu verbrauchen und zweitens ist es mir zu riskant alleine diese abgelegene Strecke alleine hoch zu fahren. Also nach 50km „kehrt um“ zum Hotel und Änderung im Routenplan überlegen.

Zum Son-Kul See (über 3000 M.ü.M) möchte ich wenn möglich trotzdem. Dazu brauche ich 3-4 Tage und übermorgen ist schlecht Wetter, …dort oben ist wahrscheinlich dann unter Null.

1 Tag später:

Nach weiteren Abklärungen war meine Entscheidung richtig. Offenbar sei die besagte Strasse ein „Weg“ welcher eher mit Pferd begehbar wäre. Ich bin nun etwas verunsichert, ob ich an den Son- Kul See komme, und auch wie ich die Strassen quer durch Kirgistan überhaupt antreffe. Ich versuche morgen oder übermorgen über einen anderen, üblicheren Weg zum Son- Kul Leke.

Kochkor – Son- Kul, 2. Versuch:

Der 2. Versuch ist auch gescheitert. Nicht wegen schlechter Strasse, 10km nach Start, hat sich das Wetter verschlechtert, es hat Schneeregen bei 3 Grad.

Kochkor liegt auf Ca. 1800 m. Über den Pass „Kalmak Ashuu“ 3446 m gelangt man zum Lake Son- Kul. Der Son- Kul Lake liegt dann bei knapp 3000 M.ü.M. Deshalb bestimmt eine gute Idee nochmal zu warten…

Gestern hatte es 25 Grad. Im Hotel sagen sie, das Wetter sei dieses Jahr nicht normal. Nützt mir im Moment wenig, weiss noch nicht, was ich jetzt mache, …Tee trinken und weiter das Wetter beobachten und abwarten…!

Kochkor – Son- Kul, 3. Versuch:

Nachdem 2 Versuche gescheitert sind habe ich den Son-Kul See nach einer happigen Tour über 7 Std erreicht. Der Pass „Kalmak Ashuu“ über 3446m mit allem Gepäck inkl Essen für 3 Tage hat so ziemlich alle Kräfte erfordert. Der Tag war aber super schön, sehr gutes Wetter und wunderschöne Sicht, siehe Galerie im Blog. Die Übernachtung mit dem Zelt auf 3100 m war trotz Temperaturen um den gefrierpunkt kein Problem, …dank guter Ausrüstung!

2. Tag am Lake Son- Kul

Der Morgen war wolkenbedeckt und entsprechend kalt. Also musste ich wieder ausharren und auf besseres Wetter warten, …diesmal im Zelt. Drastischer Wind, halb Sturm mit Schneeregen begleiteten den Tag. Mein E-book half die Zeit zu vertreiben und die Beine waren froh über die Entspannung. Am Abend kam doch noch die Sonne und eine klare Nacht mit extrem tiefen Temperaturen folgte. Die Wasserflasche im Vorzelt war am Morgen durchgefroren und ein einziger Eisblock, im Innenzelt hing der Frost vom Tau bei minus 4,5 Grad. Draussen war ca minus 7 Grad. Auch für diese Temperatur war der Schlafsack ausreichend, …wenn auch eher „knapp“. Zwischen 4h und 6h war es dann etwas ungemütlich und ich fand keinen Schlaf mehr…

3.Tag am Lake Son- Kul

Ich war ziemlich froh, als um 6h die Sonne über den Bergen aufging und das Innenzelt sehr schnell erwärmte. Ein starker, leider „halber“ Kaffee trug zur allgemeinen Erwärmung bei. Ich bemerkte mit Wehmut, dass mein heiss geliebtes „Tschinge Häfeli“ einen irreparablen Bruch erlitten hat, wahrscheinlich bei der holprigen Fahrt hierher. Bestimmt 25 Jahre hat dieses Ding mich beim Campen begleitet.

Die Fahrt im Sattel ging dem See entlang weiter, wunderschön, bald kamen aber Wolken auf.

Nach ca 30 km war ein Jurten Camp am Weg, diese Chance liess ich mir nicht entgehen. Die Bergbauern sind natürlich allgemein froh um jeden Tourist, entsprechend gut wurde ich empfangen und betreut. Die Kinder wollten mir die Umgebung zeigen, …es war ein unbeschreiblich schönes Erlebnis, siehe Bilder. Nach ausgiebigem Abendessen mit sehr gutem Fischgericht (vom See, …hoffentlich frisch..!) ging der Tag glücklich in den Abend.

4. Tag am Lake Son- Kul

Der Fisch war gut verdaulich und der neue Tag begann wolkendurchzogen. Daher lies ich mich die ersten 30 km mit dem Taxi chauffieren, bevor es dann über den „Kalmak Ashuu“ zurück ging.

Bei der Abfahrt kamen prompt Gewitterwolken auf, gerade konnte ich es hinter mir lassen. Zurückblickend auf den Pass fragte ich mich, ob dort Schnee oder Schneeregen aufkam..

Zurück im Hotel in Sary- Bulak (zwischen Kochkor und Naryn) war ich sehr froh über Dusche, Cola, etc.

Passfahrt zum „Dolon Ashuusu“ 3030m

Ich geniesse die Asphalt Strasse, nicht die ganze Zeit wegen Löcher, etc. vorne auf die Strasse runter gucken müssen, einfach „rollen“ und die Landschaft geniessen 🙂

Die ca 900 hm zu „Dolon Ashuusu“ auf ca 3000m waren „so“ eigentlich kein Problem.

Nun freute ich mich auf die Talfahrt auf gutem Asphalt, …zu früh gefreut, der Gegenwind war derart stark, dass ich gar nicht das Gefühl hatte von „richtig geiler Talfahrt“. Die schöne Landschaft hat alles ausgeglichen und gegen Naryn liess auch der Gegenwind nach.

 

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