2019 Scotland

Route und Bericht

Route:

Edinburgh - Cairngorms National Park - Findhorn (Findhorn Foundation) - Inverness - North Coast 500

2019.07_Scotland-Route
2019.07_Scotland-Route

 

North Coast 500
North Coast 500

Bericht:

Wenn ihr mit dem Velo durch Scotland fahren wollt, bieten sich zwei Möglichkeiten an;
1.) Alle Strecken vorplanen und alle Übernachtungen vorbuchen, ...d.h. bei jedem Wind und Wetter fahren;  --> In Hotels und B&B findet man kurzfristig keine Übernachtungen!
2.) Zelt mitnehmen und spontan bleiben
Natürlich entschieden wir uns für "Zelt und spontan"...
Ideale Bedingungen für eine tolle Velotour findet ihr im Cairngorms National Park , ...falls das Wetter gut ist! Gute Strassen, genügend Einkaufsmöglichkeiten und Campingplätze.
Die Länge des North Coast 500 (wie im Bild, inkl. Ecke Applecross) ist wirklich ziemlich genau 500 Meilen, ca. 800km. Die Westküste ist extrem schön! Die Ecke Applecross ist einfach phantastisch, und weiter Richtung Ullapool - Durness ist's wirklich überall super schön. Natürlich, es hat Verkehr - wir waren im Juli unterwegs - Touristen mit Autos und Caravans. Die Strasse ist oft einspurig, die Autos fahren eigentlich langsam, um- und vorsichtig. Ich denke hier geniessen alle die schöne Landschaft. Auf der Nordküste gegen Thurso wird es flacher, aber nicht weniger schön. Grössere Supermarkte hat es in Ullapool, Durness und Thurso .
Wenn ihr abkürzen müsst oder wollt, macht das im Osten ab ca. Latheron. Ab da seid ihr auf der A9, und es hat Richtung Inverness mehr und mehr Verkehr. Empfehlunng: biegt südlich von Dornoch auf die A949, über die Bonar Bridge, folgend auf Nebenstrassen nach Inverness, ...nicht wieder auf die A9! Ab Dornoch hat es auf der A9 richtig viel Verkehr, auch Lastwagen, ich finde es dort nicht ungefährlich!
Wir hatten glaub's ziemlich Glück mit dem Wetter. Ich hätte die Regenhosen zu Hause lassen können, die Regenjacke benötigte ich auf den ganzen 1100km vielleicht zwei Stunden. Würde natürlich trotzdem alles mitnehmen, inkl. wasserdichte Schuhüberzieher, Velo-Handschuhe, etc.
Die Campingplätze haben NICHT den gleichen Standard wie in anderen nordischen Ländern, ...Dänemark, Norwegen und Schweden. Es hat keine Küchen, wo ihr euch vom schlechten Wetter, oder von den manchmal unzähligen Midges (kleine Mücken, die Stechen) schützen könnt. Empfehlung, "vorher abklären" ob es in der Nähe ein Restaurant oder Pub hat! Die Mücken sind da oder nicht, ...kommen im Schwarm. Wenn ihr zur falschen Zeit am falschen Ort seid, dann wird's mühsam bis "fast unmöglich" zu zelten! Wir hatten an der Westküste an zwei Orten Mücken-Probleme, eine Nacht später waren - zum Glück - keine mehr da. Vielleicht zu viel Wind...!?
Wir entschlossen uns für die An- und Heimreise mit dem Zug. Basel - Paris - London - Edinburgh.
Wichtiger Hinweis für die Zugreise mit Velo: Im TGV müsst ihr das Velo einpacken (Softcase reicht), dann könnt ihr es ohne Probleme mitnehmen, ...ohne zusätzliches Ticket, wie ein "Trolley-Koffer". Im Eurostar (Paris-London) müsst ihr durch einen Check-In, vergleichbar mit dem Check-In am Flughafen, ...eher mühsamer! Das Fahrrad muss an einem speziellen Schalter, "Euro-Dispatch", ziemlich ausserhalb des Bahnhofes "kostenpflichtig" aufgegeben werden, wahlweise "eingepackt" oder "nicht eingepackt". Es ist mit Zusatzkosten verbunden (ca. 50 Euro pro Velo und Weg), und ihr müsst ca 2 Std. zusätzlich einrechnen, sonst verpasst ihr den Zug! Ich empfehle euch das Velo "nicht eingepackt" aufzugeben. In der "London North Eastern Railway" ist der Transport von Velos "uneingepackt" erlaubt, es hat spezielle "Velo-Haken" in den Zügen! Wichtig: man muss das Velo anmelden, man bekommt eine Reservationsnummer, schöner Nebeneffekt, "keine Zusatzkosten".
"Scotland im Sattel" ist echt unglaublich schön, einfach fantastisch... 🙂